Karate die Kampfkunst Teil 3
Die Kampfsporttechniken von Karate haben sich in den letzten Jahrzehnten stark in der Welt verbreitet. Stress macht es den Menschen oft schwer zu entspannen und aufkommende Aggressionen abzubauen. Die Karatekünste helfen dabei Beweglichkeit, Kondition und Schnelligkeit zu trainieren. Bei Kindern ist es oft die geringe Konzentrationsfähigkeit, warum sie diese Sportart ausführen.
Charakteristisch vertritt Karate Schlag-, Stoß-, Tritt-, Block-, und Fußfegetechniken. Dieses Grundwissen kann dann durch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken erweitert werden. Diese chinesischen Kampfkunststile wurden, der Legende nach, durch den buddhistischen Mönch Daruma Taishi im sechsten Jahrhundert im südlichen Indien geboren. Dort lehrte er die Weisheiten im Kloster Shaolin. Dadurch konnten die Mönche die langen Meditationen besser durchführen.
Wer einen Karatekurs beginnt, entdeckt sehr rasch eine hierarchische Gliederung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Sempai, der Kohai und dem Lehrer, dem Sensei. Diese werden vor jeder Trainingseinheit mit einer traditionellen Begrüßung, einer kurzen Verneigung, geehrt. Danach folgt eine Meditation und der Ruf: „karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto.“ – „Karate beginnt und endet mit Respekt.“ Die Verabschiedung erfolgt ebenso.
Alle Karate praktizierenden tragen einen Karate-Gi, der aus einer weißen Hose und einer weißen Jacke besteht. Schuhe werden hierbei nicht benötigt, da grundsätzlich barfuß trainiert wird. Die Jacke wird mit einem gefärbten Gürtel, den Obi gehalten. Dieser zeigt den Karategrad an. Schüler besitzen die Kyu Gürtel, die Meister die Dan Gürtel.
Reihenfolge: 9. Kyu – weiß; 8. Kyu – gelb; 7. Kyu – orange; 6. Kyu – grün; 5. und 4. Kyu – blau/violett; 3., 2. und 1. Kyu – braun und 1. bis 10. Dan – schwarz (10. Dan = der höchste Grad).
Um den höchsten Grad zu erreichen müssen verschiedene Prüfungen abgelegt werden. Ausführung der Technik, Haltung, Aufmerksamkeit, Kampfgeist, Konzentration und Wille werden dabei geprüft. Auch die zwanzig Karateregeln sollte jeder beherrschen:
- Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
- Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
- Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
- Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
- Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
- Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
- Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
- Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
- Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.
- Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
- Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
- Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
- Wandle dich abhängig vom Gegner.
- Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
- Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
- Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.
- Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.
- Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
- Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
- Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.
