Deutsche Meisterschaft am 16. Oktober 2010

Der TSV Scherneck Abt. Karate e.V. Walter Sosniok veranstaltet am 16. Oktober 2010 in Coburg-Ahron die Deutsche Meisterschaft der Masterklasse. Die letzte Möglichkeit zur Meldung war am 26. September 2010 und musste durch den Landesverband online erfolgen. Die Meisterschaft wird in der Turnhalle Mauritius Schule in Ahorn ausgetragen. Für die Teilnahme ist eine Startgebühr in der Höhe von 13,- Euro pro Start und Disziplin im Einzelbewerb, und 26,- Euro pro Team im Teambewerb zu entrichten. Bei den Deutschen Meisterschaften in Coburg-Ahorn am 16. Oktober 2010 werden folgende Wettkampfdisziplinen ausgetragen: Kata und Kumite. Bei der Disziplin Kata gibt es eine Einzelwertung für Damen und Herren sowie das Kata Team Mixed Ü30. Die Kata kann frei gewählt werden. Bei Kumite erfolgt die Einteilung nach Gewichts- und Altersklassen. Für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ist eine Schutzausrüstung vorgeschrieben, die jeder Sportler tragen muss. Dazu zählen ein Faustschützer, ein Zahnschutz, ein Brustschutz für die Damen und ein Tiefschutz für die Herren, ein Schienbeinschutz und ein Fußschutz. Bandagen dürfen nur getragen werden, wenn diese vom Wettkampfarzt angelegt wurden.

Am selben Tag findet auch die Deutsche Meisterschaft der Länder statt, die vom Deutschen Karate Verband e.V. ausgetragen wird. Im Zuge dieser Meisterschaft wird auch die Qualifikation für die Teilnahme an der EM der Regionen der EKF durchgeführt.

Studie zum Thema Schmerzempfindung bei Kampfsportlern

Erst kürzlich ergab eine Studie, dass Personen, die einen asiatischen Kampfsport ausüben, wesentlich unempfindlicher gegenüber Schmerzen sind als Menschen, die andere Sportarten trainieren. Im Rahmen eines medizinischen Forschungsprogramms wurden einige Sportler ausgewählt. Die Teilnehmer wurden mit Hilfe von Elektroden auf ihre Schmerzempfindlichkeit getestet. Bei diesem Vorgang wurden die Gehirnströme jedes Teilnehmers überprüft und anschließend ausgewertet. Dabei erkannten die Mitglieder des Forschungsteams, dass das Gehirn eines routinierten Kampfsportlers den Schmerz gänzlich anders verarbeitet, als bei Anfängern.

Des Weiteren soll diese Erkenntnis in der Zukunft unter anderem dafür sorgen, dass in der hiesigen Medizin durch neue Behandlungsmethoden ein Durchbruch auf dem Gebiet der Hirnforschung erzielt werden kann. Ein Team, bestehend aus Analytikern, möchte diese neue Errungenschaft auf dem Gebiet der Schmerzforschung dem Kongress präsentieren, welcher von 06.10.2010 bis zum 09.10.2010 in Mannheim stattfindet. Denn der Körper wird speziell beim Karate darauf trainiert, anders auf Schmerzen zu reagieren. Das bedeutet, dass der Schmerz für den Kämpfer einen Teil des Trainings darstellt. Denn bei jeder Trainingseinheit werden die Techniken und somit die Treffer laufend wiederholt, um so den Körper gegen den Schmerz abzuhärten. Dadurch soll der Athlet den Schmerz überwinden, um so bei Wettkämpfen dem Gegner keinen Vorteil zu bieten.

Kampfsportvereine

Kampfsportvereine erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit und wachsender Mitgliederzahlen. Dabei sind es nicht nur die Boxer-, Ringer- und Judovereine, welche einen regen Zulauf besonders im Jugendbereich verzeichnen können. Auch Karate und andere Kampfkünste, wie Kung Fu und Krav Maga haben einen regen Zustrom und das nicht nur bei jungen Menschen. Immer mehr ältere Personen trainieren regelmäßig in den Kampfsportzentren. Ein weiterer Trend im Kampfsport ist der ständig größer werdende Anteil an Mädchen und Frauen, welche sich in den Kampfsportvereinen anmelden.

Die persönlichen Hintergründe für den Kampfsport sind dabei recht verschieden. Neusten Umfragen zufolge, steht neben dem persönlichen Erfolgserlebnis im Wettkampf zum einen auch das individuelle Sicherheitsbedürfnis, besonders bei den etwas älteren Menschen, im Vordergrund und zum anderen sind der Aufbau von Fitness, Kraft, Ausdauer und Konzentration wichtige Kriterien, warum sich Kinder und Jugendliche für den Kampfsport entscheiden. Kampfsport in all seiner Vielfältigkeit fördert nach jüngsten Studien im Kinder- und Jugendbereich die körperliche und geistige Entwicklung sowie die soziale Kompetenz nachhaltig. Dies zeigt sich in der körperlichen Fitness, im selbstsicheren und ausgeglichenen Auftreten, im Durchsetzungsvermögen, in der Konzentration und im zielgerichteten Handeln der aktiven Kampfsportler. Besonders bei den Mädchen sind nach den Studien diese positiven Entwicklungsaspekte deutlich erkennbar.

Kampfsport

Wie es der Name schon verrät, geht es in diesem Sport um den Kampf „Mann gegen Mann“ ohne den Gebrauch von Schusswaffen. Dabei wird außerhalb von Fachkreisen dieser Begriff als Zusammenfassung von verschiedenen Kampfstilen verwendet. Zu den bekanntesten Kampfsportarten gehören neben Boxen, Judo und Ringen auch Karate und Kung Fu. In der Öffentlichkeit wird nicht wie in Fachkreisen zwischen Kampfkunst und Kampfsport unterschieden, obwohl es einige Unterschiede gibt. Während im Kampfsport der sportliche Wettkampf im Mittelpunkt steht und das Training darauf aufgebaut wird, im Zweikampf nach festgelegten Regeln den Gegner zu besiegen, steht bei der Kampfkunst mehr die Selbstverteidigung und das damit einhergehende Verhalten in Gefahrensituationen im Vordergrund.

Bei einigen Kampfsportarten, wie beispielsweise Karate, verwischt diese Trennung zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Im Karate kommen die Elemente der Kampfkunst zum Tragen und es werden sportliche Zweikämpfe durchgeführt. Bei anderen Kampfkünsten wie zum Beispiel dem modernen Wushu messen die Athleten ihr Können in Einzelwettbewerben und der eigentliche Kampf und die Selbstverteidigung haben nur einen geringen Stellenwert. Zu den bekannten Kampfsport- bzw. Kampfkunstarten profilieren sich auch immer mehr neue Kampfkünste, wie das aus Israel stammende Krav Maga, im europäischen Raum. Kampfsport in seinen vielfältigen Formen erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Jung und Alt.

Kampfsport ist nicht für jeden geeignet

In der Öffentlichkeit Deutschlands, also außerhalb von Fachkreisen, ist Kampfsport ein häufig benutzter Sammelbegriff für die zahlreichen verschiedenen Kampfstile, die meist ohne zur Hilfenahme von Schusswaffen ausgeübt werden. Die bekanntesten Kampfsportarten hierzulande sind Karate, Judo, Ringen und Boxen.

Die Fachleute differenzieren aber auch noch zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Bei der Kampfkunst steht die Selbstverteidigung im Vordergrund. Die Vermeidung von Konflikten und die generelle Verbesserung der eigenen Beweglichkeit, Kraft, Geschwindigkeit und Selbstdisziplin sind wichtige Aspekte. Read the rest of this entry »

Auf was muss man beim Kauf von Boxhandschuhen achten?

Zunächst einmal kommt es entscheidend darauf an, ob man Boxhandschuhe für den Wettkampf, das Sandsacktraining oder für das Sparring benötigt. Hier gibt es wichtige Unterschiede, die es zu beachten gilt. Diese Unterschiede beziehen sich vor allem auf die Größe beziehungsweise das Gewicht der Handschuhe. So benötigt man für Wettkämpfe Handschuhe, die 10 Unzen schwer sind. 1 Unze entspricht hierbei 28,35 Gramm. Für die Arbeit am Sandsack sind 6 oder 8 Unzen schwere Handschuhe besser geeignet, während man für das Sparring Handschuhe mit einem Gewicht von 12 oder 14 Unzen einsetzt. Das höhere Gewicht sorgt hier für einen besseren Schutz.

Weiterhin ist die Verarbeitung sehr wichtig. Boxhandschuhe sind innen mit weichem Schaumstoff gepolstert und außen von einer Kunstleder- oder Lederhaut überzogen. Üblich ist Kunstleder, welches auch vollkommen ausreicht. Viel entscheidender ist, dass die Nähte gut verarbeitet sind. Unsauber gearbeitete Nähte können zu Verletzungen beim Gegner führen. Gut verarbeitete Handschuhe schützen also sowohl den Träger als auch den Gegner. Handschuhe mit Schnürung werden zumeist nur in Wettkämpfen eingesetzt, während man für das Training besser welche mit Klettverschlüssen auswählt. Dies ist praktischer, da man sie schneller an- und ausziehen kann. Um ein Hängenbleiben zu verhindern, kann man den Verschluss zusätzlich mit einem Tape überdecken.

Noch wichtiger als die Handschuhe selbst sind die Bandagen, die man unter dem Handschuh trägt. Sie saugen den Schweiß auf, geben Halt und bieten Schutz vor Verletzungen. Außerdem sorgen sie für den optimalen Sitz des Handschuhs. Wer sich Boxhandschuhe kauft, sollte also auch immer Bandagen, sogenannte Handwraps, dazu kaufen.

Standboxsack – auf was soll mach achten

Standboxsäcke haben im Vergleich zu Boxsäcken, die an der Decke aufgehängt werden, den Vorteil, dass man sie auch dann als Trainingsgerät zu Hause einsetzen kann, wenn man eben nicht über die Möglichkeit verfügt, einen Boxsack an der Decke befestigen zu können. Auch kann man sie auf relativ kleinem Raum verwenden, also in der Wohnung oder auf dem Balkon. Durch das Zurückfedern des Standboxsacks kann man nicht nur Schläge, sondern auch die Schnelligkeit im Ausweichen trainieren. Außerdem lässt sich so eher das Boxen am Gegner simulieren als mit einem Boxsack, der von der Decke hängt, da einem der Standboxsack wie ein Mensch gegenüber steht. Einige Standboxsäcke werden auch gleich in Form eines Torsos angeboten. Allerdings klagen einige Sportler darüber, dass das Gesicht dieses Schaumstoffgegners ziemlich schnell kaputt geht.

Wenn man sich einen Standboxsack kauft, sollte man darauf achten, dass der Fuß des Sacks schwer genug ist. Zumeist besteht der Fuß aus Kunststoff und wird mit Wasser oder Sand gefüllt. Je schwerer der Fuß ist, umso höher die Standfestigkeit. Diese ist neben der guten Materialverarbeitung am wichtigsten. Der obere Teil des Standboxsacks ist mit Schaumstoff gefüllt und von einer harten Außenhaut ummantelt. Hier spielt vor allem die Verarbeitung der Nähte eine wichtige Rolle. Weiterhin sollte man darauf achten, dass der Standboxsack höhenverstellbar ist, um die Größe des künstlichen Gegners der eigenen anpassen zu können. Ein Standboxsack eignet sich übrigens nicht nur als Trainingsgerät für Boxer, sondern auch als Herz-Kreislauf-Training für Freizeitsportler, Kickboxer und zum Taekwondo-Training, um die Fuß- und Armtechniken zu verbessern.

Karate die Kampfkunst Teil 5

Viele Menschen können Karate als eine Variante des Kampfsports einordnen, doch nur selten ist die eigentliche Bedeutung dieser Sportart bekannt. Diese dient überwiegend dem Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung, sie soll das Innere des Körpers von negativen Gedanken und Gefühlen befreien. Dabei spielt die körpereigene Selbstbeherrschung eine sehr bedeutsame Rolle und Persönlichkeit, Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden sollen gefördert werden.

Entwickelt wurde die besondere Kampfkunst von chinesischen Mönchen zwecks Selbstverteidigung, ihnen wurde nicht gestattet Waffen zu tragen und so entstand im Laufe der Zeit aus ursprünglich gymnastischen Übungen diese Kampfart. Karate als Sport, so wie man es heutzutage kennt, hat seine Wurzeln in Japan. Hier wurde die traditionelle Kampfkunst in eine Körperkultur mit eigenem Regelwerk umgewandelt.

Die sinngemäße Übersetzung des Wortes, dass der Kämpfer waffenlos und seine Hand leer ist, spricht für sich und stellt die respektvolle Bedeutung zum Rivalen dar. Denn nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche entscheidende Ziel bei dem Kampf, sondern die Achtung seines Gegners steht an oberster Stelle. Es geht vielmehr darum, ein Körpergefühl zu erlangen, um in bestimmten Situationen angemessen handeln zu können. Durch Selbstbeherrschung und hohe Konzentrationsfähigkeit soll die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ausgearbeitet werden. Kampfgeist, Dynamik und Rhythmus sollen harmonieren.

Sowohl im Training, als auch bei Wettkämpfen, wird niemals richtig zugetreten oder geschlagen, sondern Fuß- und Fauststöße werden vor dem Auftreffen des gegnerischen Körpers abgestoppt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Wettkampfdisziplinen, eine davon ist der Freikampf, auch Kumite genannt. Dabei befinden sich zwei Teilnehmer auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, verwertbare Stöße und Tritttechniken anzubringen.

Die zweite Disziplin, Kata, ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehrtechniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Die Verletzungsregelung wird strengstens eingehalten und sorgfältig beachtet, wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert. Es wird sehr darauf geachtet, dass Körperschäden der Kampfpartner völlig ausgeschlossen sind.

Die Schulung und das Erlernen dieses Kampfsports soll die Voraussetzung von Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein und Körperkontrolle schaffen, hierbei werden vielseitige Anforderungen an Körper und Geist gestellt. Zusätzlich bietet Karate einen idealen Ausgleich zum gewohnten, oftmals stressigen Arbeitsalltag. Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit werden trainiert, alle Eigenschaften wirken positiv auf das Allgemeinbefinden und sorgen für Widerstandsfähigkeit in allen Lebenslagen. Hauptsächlich soll die körpereigene Wahrnehmung trainiert werden, Konzentration wird durch Atemübungen, Meditation und Entspannungstechniken gesteigert.

Natürlich ist dieser Kampfsport eine wirksame Verteidigungsart, mit der man sich in einem Notfall helfen kann. Darum erfreut sich dieser Sport auch bei Frauen und jungen Mädchen stetig wachsender Beliebtheit. Die erlernte Gelassenheit, ausgeprägte Geschicklichkeit und ein schnelles Reaktionsvermögen sorgen bei einem Angriff für eine sinnvolle Verteidigung. Egal, welcher Altersgruppe man angehört, es stellt für alle Teilnehmer ein Ausgleichssport dar, steigert die allgemeine Fitness und bereitet einen durch optimale Verteidigungsmöglichkeiten auf Notsituationen vor. Das körperliche Leistungsvermögen wird aufgebaut und langfristig gestärkt, Körper und Geist werden in Einklang gebracht.

Eine Vielzahl von Vereinen bieten Anfängerkurse an, so kann man stufenweise Geschicklichkeit und Leistungsvermögen trainieren. Die unterschiedlichen Leistungsstufen werden durch farbige Gürtel ausgezeichnet, diese sind Ansporn und Hilfe zugleich, Turnierteilnahmen finden generell auf einer freiwilliger Basis statt.

Karate die Kampfkunst Teil 4

500 n. Chr. entwickelten chinesische Mönche, denen es untersagt war, Waffen zur Verteidigung zu tragen, eine Kampfsportart, welche bis heute viele Anhänger um sich scharen kann: Karate. Aus verschiedenen gymnastischen Einheiten wurden über viele Jahre hinweg spezielle Techniken zur Selbstverteidigung und Selbstfindung entwickelt, die später als Kampfkunst mit eigenem Regelwerk in vielen Regionen Japans Einzug hielten. Inzwischen ist diese Kampfkunst international bekannt und beliebt.

Allerdings erzielen öffentlichen Schauvorführungen und Auftritte oftmals einen etwas irreführenden Eindruck. So ist Karate keineswegs eine reine und harte Kampfsportart, die sich dem Zerschlagen von Brettern widmet. Auch geht es nicht darum, den Gegner möglichst brutal außer Gefecht zu setzen, wie in vielen Kampffilmen suggeriert wird. Vielmehr ist es ein Weg, um mit seinem Körper und seinem Geist in Einklang zu kommen.

Bei dieser Sportart geht es weder um Siegen noch Verlieren, vielmehr steht die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten eines jeden Individuums im Mittelpunkt. Nach langen Jahren des Karatetrainings, damit verbunden eine extreme körperliche und starke geistige Selbstbeherrschung, reifen Menschen die diese Sportart ausüben, zu ausgeglichenen Individuen heran. Sie sind mit sich selbst in Reinen.

Selbstbeherrschung, Konzentration und vor allem die Achtung des Gegners stellen zentrale Elemente dieses Kampfsportes dar. Gerade während der Ausbildung, also den Monaten und Jahren, in denen man die grundlegenden Techniken erlernt, ist die Achtung und der Respekt gegenüber dem Gegner unabdingbar. Beherrscht man die Techniken nicht und geht gleichzeitig zu sorglos mit seinem Trainingspartner um, können durch die kraftvollen Tritte und Bewegungen schnell ernsthafte Verletzungen entstehen.

Die so trainierte Körperbeherrschung resultiert in hoher Kraft und Ausdauer, Schnelligkeit, einer großen Beweglichkeit und einem intensiven Körperbewusstsein. Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditationen runden das Training ab. Für viele Karateka, also Personen, die diese Sportart ausüben, steht neben diesem positiven Trainingseffekt für Körper und Seele aber noch ein weiterer Aspekt im Mittelpunkt: Die Selbstverteidigung.

Trainiert man in Karate, trainiert man Schnelligkeit, Gelassenheit und Geschicklichkeit – Dinge, die im Fall eines tatsächlichen Angriffs dazu führen, dass das Opfer nicht in Panik gerät. Kombiniert mit dem nötigen Wissen, wie man im Ernstfall einen Gegner effektiv außer Kraft setzen kann, stabilisiert dieser Sport das Selbstvertrauen und lindert Angst vor Übergriffen. Gerade für Frauen und Mädchen ist diese Sportart daher eine gute Art der Selbstverteidigung. Die psychologischen Trainingseinheiten verhindern Überreaktionen und schaffen Sicherheit.

Im Wettkampf wird zwischen Freikampf („Kumite“) und einem genau festgelegten Kampfturnier („Kata“) unterschieden. Im Freikampf werden verschiedene Schlag- und Schritttechniken angewandt mit dem Ziel, den Gegner zu besiegen. Wobei Verletzungen ausgeschlossen werden, wird der Gegner verletzt, wird der Kampfpartner, welche diese Verletzungen verursacht hat, vom Spiel disqualifiziert. Im Kata sind die verschiedenen Techniken in ihrer Abfolge genau festgelegt. Zudem tritt man gegen einen imaginären Partner an. Ziel ist es, ein ästhetisches Spiel aus Dynamik, Rhythmik und Kampfgeist entstehen zu lassen.

Gerade die Techniken des Kata wurden oft über viele Jahre hinweg von Generation zu Generation weitergegeben und stellen eine große Faszination in dieser Sportart dar. Ob ein Vereinsmitglied allerdings an derlei Wettbewerben teilnehmen möchte, egal ob an Kumite oder Kata, bleibt jedem selbst überlassen.

Karate die Kampfkunst Teil 3

Die Kampfsporttechniken von Karate haben sich in den letzten Jahrzehnten stark in der Welt verbreitet. Stress macht es den Menschen oft schwer zu entspannen und aufkommende Aggressionen abzubauen. Die Karatekünste helfen dabei Beweglichkeit, Kondition und Schnelligkeit zu trainieren. Bei Kindern ist es oft die geringe Konzentrationsfähigkeit, warum sie diese Sportart ausführen.

Charakteristisch vertritt Karate Schlag-, Stoß-, Tritt-, Block-, und Fußfegetechniken. Dieses Grundwissen kann dann durch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken erweitert werden. Diese chinesischen Kampfkunststile wurden, der Legende nach, durch den buddhistischen Mönch Daruma Taishi im sechsten Jahrhundert im südlichen Indien geboren. Dort lehrte er die Weisheiten im Kloster Shaolin. Dadurch konnten die Mönche die langen Meditationen besser durchführen.

Wer einen Karatekurs beginnt, entdeckt sehr rasch eine hierarchische Gliederung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Sempai, der Kohai und dem Lehrer, dem Sensei. Diese werden vor jeder Trainingseinheit mit einer traditionellen Begrüßung, einer kurzen Verneigung, geehrt. Danach folgt eine Meditation und der Ruf: „karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto.“ – „Karate beginnt und endet mit Respekt.“ Die Verabschiedung erfolgt ebenso.

Alle Karate praktizierenden tragen einen Karate-Gi, der aus einer weißen Hose und einer weißen Jacke besteht. Schuhe werden hierbei nicht benötigt, da grundsätzlich barfuß trainiert wird. Die Jacke wird mit einem gefärbten Gürtel, den Obi gehalten. Dieser zeigt den Karategrad an. Schüler besitzen die Kyu Gürtel, die Meister die Dan Gürtel.

Reihenfolge: 9. Kyu – weiß; 8. Kyu – gelb; 7. Kyu – orange; 6. Kyu – grün; 5. und 4. Kyu – blau/violett; 3., 2. und 1. Kyu – braun und 1. bis 10. Dan – schwarz (10. Dan = der höchste Grad).

Um den höchsten Grad zu erreichen müssen verschiedene Prüfungen abgelegt werden. Ausführung der Technik, Haltung, Aufmerksamkeit, Kampfgeist, Konzentration und Wille werden dabei geprüft. Auch die zwanzig Karateregeln sollte jeder beherrschen:

  1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
  3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
  5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
  6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
  7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  8. Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.
  10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
  11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
  12. Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
  13. Wandle dich abhängig vom Gegner.
  14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
  15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  16. Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.
  17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.
  18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
  19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
  20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.
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